Über

Lauriane Dine lebt und arbeitet in Leipzig
portrait

„Seit vielen Jahren interessiere ich mich für Hochdrucktechniken. Zum einen, weil es ein traditionelles, mechanisches Verfahren ist. Andererseits, weil es verschiedene Arbeitsschritte umfasst: Schneiden, Einwalzen und Drucken. In meinen Arbeiten habe ich den Anspruch, eine zeitgenössische Bildsprache zu entwickeln. Ich bediene mich dabei der Ästhetik von abstrakter Malerei. Es reizt mich sowohl hoch präzise zu arbeiten wie auch mit großen Gesten: sei es mit einem Konturmesser oder einem Winkelschleifer. Mal minuziöser, mal freier. Mal mit Kraft, mal ohne Spannung.

 Was mich leitet, ist die Farbe. Ich arbeite mit Farbeschichten und Trockenzeiten, um Farbverläufe und eine bestimmte Transparenz zu schaffen. Schon beim Bearbeiten des Materials stelle ich mir vor, wie und wo welche Farbe sein wird. Ich lege fest, wie stark die Farbe die Oberfläche bestimmt, ohne jedoch eine konkrete Landschaft oder ein Stillleben zu reproduzieren. Ich arbeite mit dem, was sein könnte und spiele damit. Das Spannende am Drucken ist für mich, dass man das Ergebnis nie zu 100 Prozent bestimmen kann.“

Lauriane Dine wurde 1992 im Norden Frankreichs geboren. Sie lebt und arbeitet in Leipzig. Nach ihrem Meisterschüler-Abschluss bei Prof. Andrea Zaumseil an der Burg Giebichenstein in Halle an der Saale, hat sie sich auf Installation und Druckkunst spezialisiert. Im Rahmen ihrer Ausbildung verbrachte sie 2018 ein Auslandsstudium an der Kunsthochschule „Instituto Superior de Arte“ in Havanna, Kuba. 2017 wurde sie für eine dreimonatige Residenz in der Leipziger Spinnerei ausgewählt