Im August 2020 erhielt ich das Stipendium „Denkzeit“ der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen zur Förderung eines meiner künstlerischen Projekte. Bei meinem Treffen mit Thomas Siemon (https://www.carpe-plumbum.de/) und einem Besuch in seiner Druckerei kam mir die Idee für dieses Projekt: so groß wie möglich zu arbeiten. Als Leiter der Werkstatt, aber auch als Künstler, hat mich Thomas begleitet, indem er sich auf meine Erwartungen eingestellt hat. Die Presse, die er besitzt, ist etwa 10 Meter lang, was schon sehr beeindruckend ist. Sie ist motorgetrieben und hat mehrere Walzen, die die Farbe verteilen. Ich wollte auf Holzplatten (140x100cm) arbeiten und dabei eine Schleifmaschine verwenden. Dieses Werkzeug benutze ich sehr regelmäßig. Es erlaubt eine schöne Präzision, während es eine völlig unkontrollierbare Seite hat. Die Härte dieses Werkzeugs vermittelte jedoch festliche und farbenfrohe Drucke und spielte mit transparenten Effekten. Von jedem Druck gibt es zwischen vier und sechs Exemplare. Dank dieses Stipendiums konnte ich auf eine ganz andere Art und Weise experimentieren: durch körperliches Handeln. Den ganzen Körper einsetzen zu können, führt dazu, dass man ganz andere Bewegungen macht und sich dem Material auf eine andere Art nähert.

 

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